Permakulturwiese


Wir treffen uns nach Absprache auf der Permakultur-Fläche, um gemeinsam zu arbeiten, zu planen etc.
Neu Interessierte sind immer herzlich willkommen!
Kontakt: Berenike.Albert(at)gmx.net

 

So findet ihr uns:

Die Permakultur-Wiese ist an der Jägertorstraße in Darmstadt-Kranichstein, ca. 100 m südlich der Comenius Schule auf der westlichen Straßenseite. (Stadtplan)

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Hinkommen mit Fahrrad / Auto:

  • Die Kranichsteiner Straße aus Darmstadt raus in Richtung Kranichstein fahren
  • In Kranichstein die erste links = Jägertorstraße abbiegen.
  • Sieht man rechts den Bretanosee, dann liegt gleich links zwischen den beiden Bachläufen das Permakulturgrundstück.

Hinkommen mit der Straßenbahn 4/5:

  • Richtung Kranichstein bis zur Endhaltestelle (Kranichstein Bf) fahren
  • An den Gleisen zurück gehen
  • Erste Kreuzung rechts über die Gleise = Jägertorstraße
  • Das Permakultur-Grundstück ist auf der rechten Seite (hinter Kleingärten, Jugendklub und Hort)

Anlegen einer Kräuterspirale

Im Herbst 2016 haben wir eine Kräuterspirale angelegt.

Kräuterspirale


Bericht Anfang 2017

Einer unserer engagiertesten Mitstreiter ist im Januar 2017 gestorben. Als Biologe hat er die Vielfalt auf der Wiese besonders geschätzt. Er beobachtete seltene Käfer, die jährlich sich ändernde Artenzusammensetzung der Schmetterlinge und viele andere nichtmenschliche Besucher des Grundstücks. Wenn es darum ging, bei der Pflege der Wiese anzupacken, war er immer dabei – einer der unermüdlichsten im Kampf gegen die allgegenwärtig wuchernden Brombeeren, beim Mähen derjenige, der um die kleinen Büsche schon gesichelt hatte, wenn die anderen mit den großen Sensenschwüngen kamen. Für einen Trockensteinhaufen für wärmeliebende Tiere schleppte er das Material heran. Und auch beim gemütlichen Teil werden wir ihn menschlich sehr vermissen.

Bericht 2016

Auch dieses Jahr war das Permakultur-Grundstück wieder ein Ort, um Stadtnatur zu entdecken, gemeinsam zu gärtnern und Kontakte zu knüpfen, um Früchte und Kräuter, Ruhe oder Anregungen zu finden.

Im März war die Permakulturwiese eine der Stationen von „Stadtwandeln zu Gärten in Darmstadt“. Trotz mäßig freundlichen Wetters haben wir die gemeinsame Rundfahrt genossen, dabei sehr nette Leute kennengelernt und gleichzeitig an der Vernetzung der schon Engagierten und weitergeknüpft.

Im März war die erste Sensen-Aktion. Dieses Jahr wurde mit dem Mahdgut wieder rund um die von uns gepflanzten Bäume und Sträucher gemulcht. Beim Zusammenrechen halfen die Kinder fleißig mit. Außerdem haben wir die Brombeerhecke geschnitten.
Es wurde wie immer mit Wildkräutern und Mitgebrachtem gevespert.

Im Juli war das nächste ausgiebige Treffen zur Pflege des Grundstücks. Es wurde weiter gesenst, Hecke geschnitten, gemeinsam geerntet, wild gesammelt und gespeist. Vor allem Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren gab es reichlich.

Ausserdem gab es im Juli ein TransitionTown-Plenum im Weidendom. Hier konnten wir uns austauschen über unsere Ideen und Experimente, im Alltag umweltverträglicher zu leben, und ins Gespräch kommen über Themen, die uns dabei am Herzen liegen.

Ende September haben wir eine Kräuterspirale gebaut und mit Rosmarin, Thymian, Oregano, Pfefferminze, Schnittlauch, Petersilie und Knoblauch bepflanzt. Anschließend haben wir unser Werk besungen und umtanzt.

Das Gras ist trotz frühen und wiederholten Einsatzes dieses Jahr wieder schneller gewachsen als wir mähen konnten. Deshalb haben wir Mitte Oktober die Wiese abmulchen lassen.

Im November  fand eine Pflanzaktion statt mit teils gespendeten Pflanzen.
Wir haben Blüh- und Beerensträucher sowie verschiedene Stauden bzw. Bodendecker im Halbkreis um den Tanzplatz gepflanzt, darunter rote und gelbe Himbeeren, Wein, Kiwi, Topinambur, Schwertlilien, Erdbeeren, Löwenmäulchen und Astern. Gepflanzt wurden außerdem zwei veredelte Birnbäume sowie je ein wildes Apfel-, Quitten- und Birnbäumchen. Mit einigen kleinen Kirschlorbeerbüschen entlang der Jägertorstraße setzten wir den Anfang einer neuen Straßenbegleitung an die Stelle des ungewollten Kahlschlags.

Die Gruppe besteht aus etwa 3 – 7 Aktiven, die mehr oder weniger regelmäßig dabei sind.

Bericht 2015

Auch dieses Jahr wurde das Permakultur-Grundstück wieder von vielen genutzt, um Obst und Kräuter zu sammeln, zum Lernen, Spielen und Feiern.

Im April lud Olga Schumacher ein zur Wildkräuterwanderung über die Wiese mit anschließender Zubereitung (und natürlich Verspeisung) von verschiedenen Wildkräutersalaten aus vielen nahrhaften Kräutern.
Als besonderes Extra bot sie auch eine Verkostung von frisch gepressten Grassaft von der Wiese an und erklärte uns die fantastischen gesundheitlichen Wirkungen der Kräuter und Gräser.

Im Mai haben wir vier Tage auf dem Grundstück verbracht. Gemeinsam wurde mit Sensen die Wiese etwa zur Hälfte gemäht, mit kleinen „Biotop-Inseln“, die Brombeerhecke geschnitten und der Weidendom und andere Pflanzungen gepflegt.
Anschließend wurde am Feuer gefeiert und in Zelten und unter Bäumen übernachtet.

 

Im Juni konnten wir die Zweige des Weidendoms bereits so weit zusammenbinden, dass ein geschlossenes Kuppeldach entstanden ist.

Im Juli fand der Workshop „Kochen mit alternativen Energiequellen“ mit Heidi Peters statt.
Ob Solarkocher, Kochkiste, Hobo-Ofen, Pyrolyse-Kocher, Wasserdestilierer – es gab Gelegenheit zum Bauen, Experimentieren, Ausprobieren, Raum für Austausch und zum gemeinsamen kreativen Schaffen.
Mit Sonnenenergie oder den umherliegenden Ästchen als Brennmaterial wurde draußen getüftelt, ausprobiert und optimiert – und natürlich gekocht.

Auch dieses Jahr konnten wir nicht die ganze Fläche von Hand pflegen. Im Herbst wurden eine weitere Mahd durch den Ponyhof Oberwaldhaus durchgeführt, um auszuprobieren, ob das Heu sich zur Fütterung der Ponys eignet.
Es wurden auch dabei wieder Schutzzonen für (Wild-)Tiere/Insekten ausgespart.

Das verbliebene Bienenvolk wurde von unserer Jungimkerin Michaela Wiesner gepflegt.

Die Gruppe besteht aus etwa 4-7 Aktiven, immer wieder unterstützt von alten und neuen Interessierten.

Bericht 2014

Dieses Jahr war das Permakultur-Grundstück immer wieder Veranstaltungsort für Treffen und Plenen der TransitionTown-Initiative Darmstadt.

Im Frühjahr pflanzten wir einige Blühsträucher (Rose, Malve u.a.) als Rahmung um den zukünftigen Tanzplatz mit den beiden Linden.

Im Mai wurden von Hand Wege durch die Wiese gesenst sowie ein kleiner Zeltplatz unter zwei Eichen. Die Übernachtenden erlebten die Wiese am folgenden Morgen in wunderschönem Raureif.

Im Juni haben wir vier Tage auf dem Grundstück verbracht. Gemeinsam wurde mit Sensen die Wiese etwa zur Hälfte gemäht, mit kleinen „Biotop-Inseln“, die Brombeerhecke geschnitten, der Weidendom und andere Pflanzungen gepflegt und anschließend am Feuer gefeiert und in Zelten und unter Bäumen übernachtet.

Im Juli konnten wir mit der Kräuterfrau Irmgard Hofmann Wildkräuter auf unserer Wiese sammeln. Dabei und bei der anschließenden Verkostung haben je zehn Teilnehmende viel rund um das wilde Grün erfahren.

Unsere Haltung, dass wir „auch die sozialen Begegnungen als Früchte dieses Geländes betrachten“, inspirierte die Künstlerinnen Irmgard Spierer und Vesna Bakic, „die Früchte ihrer Kunst in diesen Garten zu tragen“. Im Juli fand die Ausstellung-Performance „Aktiv – Meditativ“ statt: Die Künstlerinnen gingen mit ihren Malereien und Objekten in die Natur und reagierten auf die Gegebenheiten dieses besonderen Ortes. Sie luden die Besucher ein zur gestalterischen Interaktion und zu einer geführten Meditation.

Im September fand auf dem Gelände der Workshop „Natur – Mensch – Sprache“ mit der Mediatorin, Kommunikationstrainerin und Naturpädagogin Gretel Steffen statt. Thema der Naturerfahrungs- und Kommunikationsübungen war die lebensbejahende Sprache der Gewaltfreien Kommunikation.

Die zwei Bienenvölker wurden mit fachlicher Beratung von uns gepflegt. Vor dem Schwärmen haben wir Ende März 2015 ein paar Gläser Honig abgefüllt und nach dem Schwärmen den Bienen keinen Honig mehr abgenommen, damit sie trotz reduzierter Volkstärke genug Honig für den Winter einlagern konnten.

Die Gruppe besteht weiterhin aus etwa 6-8 Aktiven, unterstützt von alten und neuen Interessierten bei Einzelaktionen.

Bericht 2013

Die Baum- und Strauchpflanzungen Ende 2012 sind im Jahr 2013 erfolgreich angewachsen. Auch bei den Pflanzungen aus 2011 gab es keine weiteren Verluste.
Die Idee, die sehr arbeitsintensive Mahd durch eine Beweidung zu ersetzen, erwies sich als nicht praktikabel: Fachleute (eine Schäferin und ein Schafhalter) erklärten uns, dass die Wiese vor der Beweidung ohnehin gemäht werden müsste, da die Schafe die Grünmasse sonst niedertreten, die dann verfilzt. Verholzter Aufwuchs und Brombeeren würden ohnehin nicht abgeweidet. Für andere Weidetiere (Ponys usw.) gilt prinzipiell das gleiche.
Wir können allerdings stolz berichten, dass wir dieses Jahr die ganze Fläche von Hand mit Sensen gemäht haben, ohne den Einsatz  einer Motorsense.

Im April haben wir einen Weidendom gepflanzt. Der Kreis aus in den Boden gesteckten und miteinander verflochtenen Weidenruten ist fast vollständig angewachsen. Neue Triebe sollen langfristig zu einer Kuppel zusammen geflochten werden.
Außerdem haben wir im Frühjahr zwei Birnen (Hochstamm), zwei Linden (als Tanzlinden) und zwei Kornelkirschen gepflanzt.
Die beiden Tanzlinden können mittelfristig zusammen mit zwei bestehenden Eichen einen Tanzboden rahmen, so dass dort im Lindenblütenduft getanzt werden kann, bevor eine einzelne Linde ausreichend tragfähig wäre.

Im April war die Permakultur-Wiese eine Station auf dem „Sonntagsspaziergang“, zu dem die Evangelische Philippusgemeinde und der Förderverein Kranichstein am 21. April eingeladen hatten, um Kranichstein besser kennen zu lernen.

Im Mai wurden alle bisherigen Pflanzungen markiert, die Brombeerhecke geschnitten und erste Wege gesenst. Zum Abschluss gab es ein kleines Kartoffelfeuer.

Im Mai informierten wir wieder auf dem Stadtteilfest „Bunte Wiese“ am Stand  der Transition- Town-Initiative Darmstadt  über unser Projekt.

Obwohl es trotz regelmäßiger Beobachtung 2013 keine Hinweise auf Bodenbrüter gab, warteten wir vorsichtshalber mit der flächigen Mahd bis Ende Juni.

Im Juni fand eine Wildkräuterführung von der Kranichsteiner Kräuterfrau Irmgard Hofmann über das Grundstück statt. Es gab eine Menge interessanter Informationen über die Pflanzen, die dann bei einem gemütlichen Kräuterpicknick verkostet wurden.
So gestärkt mähten wir anschließend eine große Fläche mit Sensen.

Im Juli haben wir wieder ein Wochenende auf dem Grundstück verbracht, mit gemeinsamem Mähen mit der Sense, Brombeerhecke schneiden, Lagerfeuer und Übernachten im Tipi.

Im August gab es ein weiteres Wildkräuterpicknick mit der Kranichsteiner Kräuterfrau Irmgard Hofmann.

Im September haben wir noch einmal gesenst, den Weidendom ergänzt und die Brombeerhecke geschnitten. Bei einem Steinofenexperiment gab es viel Spaß und unkonventionelles Brot.

Es wurden auch dieses Jahr wieder einige „Inseln“ von der Mahd ausgespart, um Tieren, z.B. Insekten und Vögeln, bessere Möglichkeiten zur Überwinterung zu geben (als Schutz und Nahrung).

Im Laufe des Jahres haben wir zwei Bienenvölker erworben. Die Erfahrung in der Bienenpflege von Mitgliedern unserer Gruppe wird von einem Jungimker unterstützt.

Bienen, Ausstattung und Pflege wurden  mit Hilfe von Spendengeldern finanziert.
Anfang September haben wir die Bienen in schöne neue selbst gebaute Beuten umgesiedelt und mehrmals gefüttert. Nach der Ameisensäurebehandlung gegen Milben haben wir sie vom Veterinäramt in Offenbach prüfen lassen.
Auf der Mitgliederversammlung des Imkervereins informierten wir über unser Projekt.

Im November haben wir die beiden Bienenvölker schließlich auf das Grundstück umgezogen und im Schutz der Brombeerhecke für Unterkonstruktion und Wetterabdeckung für die Bienenstöcke gesorgt. Danach haben wir die Bienen nochmals gegen Milben behandelt.

Im November wurden gespendete Bäume und Sträucher gepflanzt : Eine Zwetschge, eine Sauerkirsche, eine Mispel, eine veredelte Walnuss („Seifersdorfer Runde“), eine veredelte Esskastanie („Großfrüchtige aus Lyon“) und ein männlicher Sanddorn zu dem bereits im ersten Jahr gepflanzten weiblichen Sanddorn.
Außerdem wurden noch einmal der Weidendom ergänzt, die Brombeerhecke geschnitten und die bisherigen Pflanzungen markiert.
Da es sich als zu aufwendig erwiesen hat, die jungen Bäume dauerhaft mit Brombeerrankenflechtwerk zu schützen, haben wir nun auf die traditionelle Variante Kalkanstrich und Kaninchendraht zurückgegriffen.

Die Gruppe besteht zur Zeit aus etwa 6-8 Aktiven. Bei Einzelaktionen kommen immer wieder weitere Interessierte dazu.

Das Grundstück  hat sich zu einem wahren Kräuter-Schatzkästlein entwickelt.
Gemüse- und Gewürzkräuter wachsen dort. Wir haben einige davon kennen-gelernt und -geschmeckt … mit selbstgebackenem Brot und selbstgeschüttelter Butter ein Genuss! … Und alle, die einmal nicht dabei waren, sind jetzt schon zum nächsten „Picknick“ eingeladen! .


Das zweite Jahr – was 2012 geschah

Von den Baumpflanzungen im Dezember 2011 sind erfolgreich angewachsen: 4 Apfelbäume, die Quitte (Halbstamm), der Speierling (Hochstamm) und die noch unveredelte Kirsche (aus Sämling), der Sanddorn (weiblich), 3 Hasel sowie die Esskastanie. Der von Wildschweinen im Frost ausgegrabene Apfelsämling konnte rechtzeitig gerettet werden, ebenso wie die von Bürstenbinderraupen kahlgefressene Quitte, die nach ablesen der Raupen noch einmal austreiben konnte.  Um einige neu gepflanzte Bäume säten wir Lupinen und Beinwell und pflanzten gespendete Pfefferminze und Meerrettich (gegen Wühlmäuse) als Test, welche Pflanzen für Obstbaum-Lebensgemeinschaften auf dem Grundstück geeignet sind. Die Lupinen gingen auf; der Beinwell nicht.

Von der Pfefferminze konnten wir bereits ernten. Der Meerrettich trieb bisher nur zögerlich aus.

Die geplante Mahd im Frühjahr wurde zunächst verschoben, da wir ein Nest von Bodenbrütern entdeckten.

Im Juni hatten wir auf dem Stadtteilfest „Bunte Wiese“ einen Stand im Rahmen der Transition Town-Initiative Darmstadt und informierten wieder über unser Projekt.

Im Juni fand ein Sensen- und Dengel-Workshop statt. Dabei wurde ein Teil der Fläche gemäht, vor allem im hinteren Teil und entlang der Brombeerhecke. Außerdem wurde ein gemähtes Wegenetz über das ganze Grundstück angelegt.

Im Laufe der folgenden Wochen haben wir weitere Flächenabschnitte von Hand mit der Sense gemäht. Aufgrund der späten Mahd und des sehr wüchsigen Wetters war die verbleibende Grünmasse inzwischen erheblich, und wir entschieden uns, das letzte Drittel der Fläche mit einer Motorsense zu mähen.

Im August gab es eine Kräuterführung über das Grundstück, und es fand ein Wochenende für alle auf dem Grundstück statt.

Das Programm umfasste:

  • einen kleinen Baumschnittkurs
  • gemeinsames Mähen mit der Sense
  • ein kleines Fest mit Lagerfeuer
  • Übernachten im Tipi
  • gemeinsames Frühstück mit Planung für die Vorgehensweise für das laufende und das kommende Jahr

Bei den letzten Mähaktionen Anfang September wurden einige „Inseln“ von der Mahd ausgespart, um Tieren, z.B. Insekten und Vögeln, bessere Möglichkeiten zur Überwinterung zu geben (als Schutz und Nahrung), besonders an hochwüchsigen Stellen.

Der Holzkünstler Hans Kukolka hat uns aus einem Baumstamm eine Bank geschnitzt und geschenkt. Das THW Darmstadt hat sie in einer Nachtübung aus dem Wald am Oberfeld transportbereit an den Weg gezogen. Von dort wurde sie von einem professionellen Holzrückunternehmen nach Kranichstein auf das Grundstück gebracht.

Im Oktober haben wir die Bank mit einem kleinen Fest mit Kartoffelfeuer eingeweiht.

Auch 2012 nahmen wir weiterhin teil an der Stadtteilrunde Kranichstein. Dort warben wir erfolgreich für Baumspenden.

Bis Ende des Jahres, vor allem im Rahmen eines kleinen Baumpflanzkurses im November, wurden wieder gespendete Bäume und Sträucher gepflanzt, vor allem:

  • 1 Apfelbaum (Goldparmäne, Hochstamm),
  • 1 Hauszwetsche (Hochstamm) und
  • eine noch unveredelte Kirsche (aus Sämling),
  • 1 Maulbeerbusch (diesmal auf trockenerem Standort),
  • 6 Johannisbeerbüsche (1 aus Sämling!) und
  • 4 Stachelbeerbüsche,
  • eine Jostabeere,
  • eine Apfelbeere (Aronia),
  • eine Vitanimrose,
  • eine Kornelkirsche (diesmal freier stehend),
  • 5 veredelte Hasel sowie
  • ca. 10 Himbeeren.

Eine Kindergruppe vom benachbarten Hort hat uns fleißig geholfen.

Im kommenden Jahr wollen wir versuchen, die sehr arbeitsintensive Mahd durch eine Beweidung zu ersetzen. Da wir nicht flexibel genügend Arbeitskräfte stellen können, um wettergerecht das Mahdgut zu Heu aufzubereiten, ist die Beweidung eine überzeugendere Nutzung und Pflege im Sinne der Permakultur.

Um einen besonders engagierten Kern von 3-5 Personen sind weiterhin ca. 8-12 Personen aktiv. Bei Einzelaktionen kommen immer wieder weitere Interessierte dazu.


Der Permakultur-Garten Kranichstein – unser erstes Jahr 2011

Am 18.05.2011 haben wir die im Nutzungsantrag erläuterte Saatgutmischung (4 kg Gründüngungspflanzen und Tiefwurzler (Luzerne, Lupine, Inkarnatklee, Lein), 5 kg Veitshöchheimer Bienenweide und 3 kg Appels Schmetterlingsmischung) ausgebracht und angewalzt.
Im Laufe des Jahres lief vieles davon gut auf, darunter

  • Borretsch,
  • Buchweizen,
  • Dill,
  • Färberkamille,
  • Gelbklee,
  • Inkarnatklee,
  • Klatschmohn,
  • Koriander,
  • Kornblume,
  • Lein,
  • Luzerne,
  • Malve,
  • Mariendistel,
  • Ringelblume,
  • Sonnenblume,
  • Spitzwegerich,
  • Vogelwicke,
  • Wiesensauerampfer und
  • Wilde Möhre.

Stadtteilbewohner lobten immer wieder die bunte Vielfalt, pflückten sich Sträuße und nutzen die Wiese, damit ihre Kinder die Pflanzen kennenlernen  (Gespräch mit einer türkischen Familie im August).

Durch die Nutzung entstand ein spontanes Wegenetz, mit dem das Grundstück optimal erschlossen wurde, so dass wir keine gemähten Wege „vorschreiben“ mussten.

Im Mai wurden (Obst-)Baumlebensgemeinschaften angelegt um sechs bestehende Bäume:
Um die Wildkirsche, den Apfelbaum und eine wilde Mirabelle wurden Kartoffeln gesetzt und mit Mist und Mulch gedüngt. Um eine wilde Mirabelle wurden Kartoffeln gesetzt und Tomaten, Mais und Kürbis gepflanzt und mit Mist und Mulch gedüngt. Um zwei Eichen wurden Kartoffeln gesetzt und Walderdbeeren und Gundelrebe gepflanzt (ohne Düngung).
An anderen Stellen auf dem Grundstücksrand wurden später Topinambur und Rukola gepflanzt.
Die Pflanzungen wurden von den Wildschweinen dankbar angenommen bzw. umgegraben. Einige unter Eichen eingepflanzte Gundelreben und Walderdbeeren konnten sich behaupten.

Im Juni stellten wir unsere Initiative in der Stadtteilrunde Kranichstein vor und nehmen seitdem daran teil. Bei dieser Gelegenheit warben wir für Baumspenden, für die wir die Patenschaft übernehmen, und fanden erste Interessenten.

Auf dem Stadtteilfest „Bunte Wiese“ hatten wir einen Stand zusammen mit den Internationalen Gärten und informierten bei Brombeerblättertee aus eigener Ernte über unser Projekt.

Im September hatten wir auf dem Schulfest der Freien Comeniusschule einen Informationsstand im Rahmen der Transition Town-Initiative Kranichstein. Anschließend konnten wir auf unserem Sommerfest auf dem Grundstück interessierte Kranichsteiner über unser Projekt informieren und Fragen beantworten.

Im September fand auf dem Grundstück ein mehrtägiger Permakultur-Design-Workshop statt. Seminarleiter Harald Wedig, Ausbilder der Permakultur-Akademie, erarbeitete mit uns Strategien für das Grundstück.
Nach einer differenzierten Bestandsaufnahme wurden die Art und Intensität der Nutzung den Permakultur-Zonen 3-4 zugeordnet, Aktionsprinzipien entwickelt (z.B. Integration der Wildschweine) und Listen mit geeigneten Pflanzen zusammengestellt (Bäume, Sträucher, Stauden).

Bis Ende des Jahres wurden 10 gespendete Bäume und einige Sträucher gepflanzt, vor allem im Rahmen eines kleinen Baumpflanzkurses am 15.12.:

  • 5 Apfelbäume (3 Hochstämme + 1 Halbstamm + 1 aus Sämling),
  • 2 Maulbeeren (1 Heister + 1 Busch),
  • einen Birnbaum (Hochstamm),
  • eine Quitte (Halbstamm),
  • ein Speierling (Hochstamm) und
  • eine noch unveredelte Kirsche (aus Sämling),
  • eine Kornelkirsche (großfrüchtige Sorte),
  • ein Sanddorn (weiblich),
  • mehrere Hasel sowie in der Brombeerhecke an der Bachböschung
  • eine Esskastanie.

Eine erste Mahd soll Anfang 2012 (Februar/März) vor der Wuchsperiode stattfinden, um Tieren, z.B. Insekten und Vögeln, bessere Möglichkeiten zur Überwinterung zu geben (als Schutz und Nahrung), besonders an hochwüchsigen Stellen. Eine flächige Mahd ist voraussichtlich erst im Sommer erforderlich.

Zeigerpflanzen
Insgesamt war auf dem Grundstück die Spontanvegetation gering im Vergleich zu den ausgesäten Arten. Die Melde deutet auf die vorangegangene Bodenbearbeitung im Frühjahr (Pflügen) hin.
Der Vogelknöterich ist eine Zeigerpflanze für Bodenverdichtung. Wir wollen ausprobieren, ob eine Bodenauflockerung durch Aussaat von Tiefwurzlern (z.B. Meerrettich) von den Wildschweinen durch vorzeitige Ernte unterstützt wird. Verschiedene stickstoffliebende Pflanzen wie Brennnessel und Ampfer zeigen, dass eine Gründüngung nicht erforderlich ist, wohl auch dank der Wildschweine.

Wir haben zwei Tafeln aufgehängt (auf beiden Seiten des Grundstücks), die auf die Permakultur-Nutzung hinweisen und auf denen aktuelle Termine angeschlagen werden.

In der Gruppe sind 8-12 Personen dauerhaft aktiv. Bei Einzelaktionen kommen immer wieder verschiedene Interessierte dazu.

 

2 Gedanken zu „Permakulturwiese

  1. Ich habe mit großer Freude Ihren Bericht im DE gelesen. Ich bin Kräuterfrau und Phythotherapeutin im Bereich Da.-Nord, führe Wildkräuterwanderungen und biete Wildkräuterkochkurse an. Ich bin immer auf der Suche nach „wilden Wiesen“ und möchte Sie hiermit fragen, ob ein maßvolles, rücksichtsvolles Sammeln von Wildkräutern auf Ihrer Wiese erlaubt werden.
    Ich freue mich, von Ihnen zu hören,
    mit freundlichen Grüßen,
    Irmgard Hofmann

  2. Hallo! Finde eure Initiative klasse – las erst soeben davon – komme euch bald besuchen.
    Habe auch einen öffentlich zugänglichen Permakultur-Garten (Mathildenhöhe, „Vortex Garten“, Prinz Christians Weg 13, http://www.mathildenhoehe.org ), mit Regenwasserzisternen, Topinambur, Bienenvölkern, Stauden, Wildsträuchern und Obstbäumen (und Brombeeren… die gute Rohkost, auch deren Blätter!). Also: immer „welcome to our garden!“ Henry
    PS. eine weitere gute Permakultur-Initiative in Darmstadt: http://www.frida-rm.de

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